01. Dez 2009

Zweiter internationaler PV-Lamination Day bei Bürkle in Freudenstadt

Zuverlässiger, effizienter und preiswerter

Anlagenbauer stellt weltweit größte Laminator-Anlage für Solarmodule zum ersten Mal der Fachwelt vor.

Die Wirtschaftskrise stoppt auch vor der innovativen Photovoltaik-Branche nicht. Fallende Modulpreise und sinkende Absatzzahlen machen der Solar-Industrie zu schaffen. Auf dem zweiten internationalen Lamination Day am 24. November gaben Folien- und Materialhersteller sowie die Robert Bürkle GmbH Antworten auf Fragen nach effizienten Produktionsanlagen, zuverlässigen Materialien und wirtschaftlichen Herstellungsmethoden.

Solarmodule sind bei der Produktion und im täglichen Einsatz hohen Belastungen ausgesetzt. Ingenieure müssen die empfindlichen Solarzellen der neuen Module mit sensiblem Glas und Folien gegen große Spannungen zwischen trockener Hitze, Feuchtigkeit, klirrender Kälte, Oxidation und giftigen Abgasen schützen. Wie dieser Schutz entsteht, beschrieb Hubert Storck von der Kömmerling chemische Fabrik GmbH den fast 100 Lamination Day-Teilnehmern. Auch Chemiker der Wacker Chemie AG arbeiten mit dem Schwarzwälder Anlagenbauer zusammen. Auf dem Lamination Day zeigten die Experten Ergebnisse aus zahlreichen Tests: Module, die auf Bürkle Anlagen hergestellt werden, sind perfekt verkapselt. Je nach Modulaufbau werde neben dem gängigen EVA (Ethylenvinylacetat) und PVB (Polyvinylbutyral) auch PIB (Polyisobutylen) eingesetzt. Es ist eine wirtschaftliche Alternative zu den auf Erdöl basierenden Kunststoffen. Auch die Forschung nach stabileren, hygroskopischen Folien ist vorangekommen. Horst Göbel von Bridgestone Industrial und Dr. Ingo Küppenbender von DuPont de Nemours berichten von hoher Bruch- und Nässe-Resistenz ihrer Verkapslungsfolien und unterlegten die Statements mit detaillierten Ergebnissen von Vergleichen.

Am Lamination Day wird deutlich: Bürkle liefert mit dem Ypsator die passende Antwort auf die Forderung des Marktes nach effizienten Hochleistungs-Laminierlinien. Er ist der weltweit größte Laminator, der auf bis zu zehn Etagen zwanzig Module in einem Zyklus produzieren kann. Außerdem begutachteten die angereisten Techniker, Einkäufer und Ingenieure von PV-Unternehmen wie Oerlikon, Bosch und Solarwatt die Produktionslinie „Easy Flex“. Diese Maschine ist speziell ausgelegt auf die industrielle Fertigung flexibler Module. Beide Anlagen, die den Besuchern in Aktion vorgestellt wurden, sind bereits verkauft und werden noch dieses Jahr ausgeliefert.

Die Bürkle-Ingenieure Dagmar Metzger und Volker Marahrens erläuterten Entwicklungen seitens des Laminierprozesses sowie beim Folienschneiden und -legen. Darunter fällt auch der neue Ein-Etagen-Laminator mit dreistufigem Laminierprozess, den Bürkle ebenfalls erstmals der Fachwelt live präsentierte. Dieses Maschinenkonzept funktioniert wie folgt: Im ersten Schritt werden die Module vorlaminiert. Das heißt im Vakuum werden Feuchtigkeit und Lufteinschlüsse aus dem Sandwich entfernt und ein vakuumdichter Verbund hergestellt. In zweiten Schritt wird das Modul in einer nachfolgenden Vakuum-Presse fertig laminiert. Im dritten Step, dem „Cooling“, kühlt der Easy Lam das Solarmodul von 150 Grad Celsius auf Handwärme ab. Vorteil dieser Arbeitsaufteilung: Glasmodule können ohne Stopps stressreduziert laminiert werden, das verringert zum Einen den Glasbruch erheblich. Zum Anderen ermöglichen die reduzierten Taktzeiten von rund sieben Minuten – unter optimalen Voraussetzungen sind sogar nur fünf Minuten machbar – deutliche Kapazitätserhöhungen.

Am Ende der Veranstaltung fasst Bürkle-Geschäftsführer Ralf Spindler zusammen: „Der Lamination Day zeigt, die Branche findet Lösungen für effizientere Herstellungsmethoden um dem Kostendruck zu begegnen.“ Mit modernen Materialen und Anlagen wird die Modulproduktion von morgen noch zuverlässiger, effizienter und kostengünstiger werden, meint der Vertriebschef.


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