15. Nov 2018

Neuer Prozess zur Lamination von Gläsern mit besonders kurzen Taktzeiten

Der Prozess wurde für die Fertigung von „Smart-Window“ Gläsern entwickelt. Weitere Einsatzgebiete sind aber auch die Fertigung von jeglichen Verbundgläsern.

Der Bürkle IFL Prozess (IFL=Inline Flat Lamination) zeichnet sich aus durch:

  • Besonders schnelle Lamination von Verbundgläsern im Vergleich zu Autoklaven Prozessen (Reduzierung der Laminationskosten)
  • Die Möglichkeit zur Linienintegration der Maschinen (Inline-Prozess)
  • Höchste Laminierqualität aufgrund von besonders homogenen, beidseitig beheizten Heizplatten
  • Besonders flexibel hinsichtlich verschiedener Glasaufbauten, kurze Rüstzeiten bei Produktwechseln
  • Die Möglichkeit der Lamination mit besonders niedrigen Drücken
  • Geeignet für die Lamination von Verbundgläsern mit unterschiedlichen Dicken

Der Bürkle IFL Prozess ist ein mehrstufiger Laminierprozess, der im ersten Schritt eine beidseitig beheizte Vakuum-Flachpresse verwendet. Für dicke Gläser wird ein zweiter Schritt empfohlen, welcher eine Flachpresse verwendet durch die ebenfalls Wärme von oben und unten in das Produkt eingebracht wird. Eine Flachpresse mit gekühlten Pressplatten wird im Anschluss daran für die Abkühlung der Verbundgläser eingesetzt.

Die Verbundgläser werden in Chargen, die auf dem Einlaufförderer gebildet werden in den Laminator gefördert. Der Laminator weist dabei eine Nutzfläche von 2.200mm auf 4.200mm auf (Andere Nutzflächen auf Anfrage). Im ersten Schritt wird die Luft zwischen den Schichten des Glasverbundes per Vakuum (< 1mbar) entfernt. Im Anschluss daran werden die Schichten durch einen Druck, der durch eine beidseitig beheizte Flachpresse ausgeübt wird laminiert. Die Taktzeit beträgt üblicherweise deutlich weniger als 10 Minuten. Bei einer Lamination von dickeren Gläsern, wird die gesamte Charge in eine optionale, zweite Flachpresse gefördert, die ebenfalls von beiden Seiten Wärme in das Produkt einbringt und dort fertig laminiert. Für einen gezielten Prozessabschluss und zur Weiterverarbeitung findet in einem letzten Schritt in einer beidseitig gekühlten Kühlpresse die Abkühlung der Verbundgläser statt.

Die Flachpressenausführung ermöglicht eine homogene, parallele Lamination und vermeidet vor allem die durch Membranlaminatoren bekannte Kanten-überpressung. Die beidseitige Beheizung der Pressplatten realisiert eine schnellere Lamination, gleichmäßig von beiden Seiten und vermeidet so Spannungen zwischen den Scheiben des Verbundglases nach der Lamination.

Bürkle ist einer der Technologie- und Weltmarktführer auf dem Gebiet der Pressen-, Laminier- und Beschichtungstechnik. Der Stammsitz des 1920 gegründeten Unternehmens liegt in Freudenstadt im Nordschwarzwald. Mit ca. 500 Mitarbeitern präsentiert sich die Robert Bürkle GmbH als modernes, zukunftsorientiertes Unternehmen, das hoch-komplexe High-Tech-Pressen- und Beschichtungsanlagen für die Möbel-, Plastikkarten-, Leiterplatten-, Glas- und Photovoltaikindustrie liefert.


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