Bürkle beendet Kurzarbeit und wächst um 30 Prozent
Die Robert Bürkle GmbH startet mit guten Nachrichten in die zweite Jahreshälfte.
Freudenstadt, 09.07.2010 - Bereits im Juni beendete der Anlagenhersteller in allen Geschäftsbereichen die Kurzarbeit, die in Summe 13 Monate andauerte. Grund ist der seit Jahresbeginn ständig ansteigende Auftragseingang, der zum 30.06. bei 42 Millionen Euro gipfelt. Dreimal so hoch wie im Vorjahreszeitraum und auch höher als in den ersten beiden Quartalen der Maschinenbau-Boomjahre 2007 und 2008.
„Das angepeilte Umsatzziel von über 85 Millionen Euro für 2010, ist damit realistisch zu erreichen“, sagt Bürkle-Chef Hans-Joachim Bender. Nach der Wirtschaftskrise 2009 entspräche dies einem Umsatzsprung von mehr als 30 Prozent. Spätestens in 2012 rechnet Bender damit, an das Rekordjahr 2008 anknüpfen zu können, in dem der Umsatz bei 115 Millionen Euro lag.
Ein starkes Geschäftsfeld des Spezialisten für Pressen- und Beschichtungstechnologien ist nach wie vor die Business Unit Oberfläche, die 35 Prozent zum Gesamtumsatz beisteuert. Subsumiert werden hier Umsätze der Holzwerkstoff-, Glas-, Automobil- und Grafischen-Industrie, die Trägermaterialien mit Bürkle-Maschinen flüssig beschichten oder digital bedrucken. Neuste Entwicklung ist eine Beschichtungsanlage, die in der Werbemittelindustrie zum Einsatz kommt. Bürkle adaptiert hier eine in Jahrzehnten entwickelte Technologie aus der BU Oberfläche. Ebenso laufen derzeit Neuentwicklungen im Bereich der Pressentechnologie.
Neu sind auch die Erfolge der Karlsruher Tochtergesellschaft Fiber Engineering GmbH. Diese liefert im Sommer den ersten Auftrag in die USA aus. Hergestellt wird eine Anlage zur Produktion von recycelbaren Faserformteilen für die Automobilindustrie.
30 Prozent erwirtschaftet der Pionier der Mehretagentechnologie im jüngsten Geschäftsfeld Photovoltaik. Mehr als 60 verkaufte Anlagen der Marke Ypsator und Einetagen-Laminatoren stehen hier seit Markteintritt vor drei Jahren zu Buche. Im dritten Geschäftsfeld Plastikkarten und Multilayer erzielt Bürkle 15 Prozent des Umsatzes. Wobei mit einer Zwei-Millionen-Euro-Bestellung aus Mexiko der erste Großauftrag für eine komplette Kartenkörperfertigung mittlerweile ausgeliefert wurde, seitdem man in 2008 das Produktportfolio der Firma PCU übernommen hatte. Auf der Produktionsanlage werden Ausweise gefertigt. Erfreut zeigt sich Bender zudem, dass aktuell vermehrt asiatische Kunden Anlagen zur Herstellung von Multilayer ordern. „Unsere Aktivitäten und Investitionen am Standort Shanghai zahlen sich aus“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter.
Schlussendlich trägt der Bereich Service und Ersatzteile mit 20 Prozent in steigendem Maße dazu bei, dass Bürkle gestärkt aus der Krise hervorgeht. Dieser Trend bestätigt wie wichtig neben dem reinen Verkaufen einer Anlage das Montage- und Wartungsgeschäft wird. Denn: „Kunden wollen effektiv und ohne Standzeiten produzieren, um Kosten zu sparen und wettbewerbsfähig zu bleiben“, verdeutlicht Bender.
2010 will Bürkle seine Beschäftigtenzahl stabil bei 480 Mitarbeitern an den Standorten Freudenstadt und Mastholte halten. „Wir haben in der Krise keinen von Bord geschickt und wollen nun mit der eingespielten Mannschaft 2010 ein ordentliches Ergebnis einfahren“, erklärt Bender, der sich im Vorstand der VDMA-Abteilung Photovoltaik und Holzbearbeitungsmaschinen engagiert. Belohnt wird Bürkle für seine innovativen Prozesse und Entwicklungen dieses Jahr erneut mit der Auszeichnung Top 100.





